Bund stellt 700 Mio. für Wälder bereit

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Kreis Lippe. „Wie sehr der Wald in Lippe unter Wetterextremen und dem Borkenkäfer leidet, wird leider Tag für Tag sichtbarer“, so Jürgen Berghahn, heimischer Landtagsabgeordneter der SPD und Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft. „Umso mehr begrüße ich es, dass sich die Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft geeinigt haben und so Gelder aus dem Corona-Konjunkturpaket auch für Waldbauern freigeben.“

Insgesamt 700 Millionen Euro stehen bereit, von denen 500 Millionen Euro in eine nachhaltige Waldbewirtschaftung fließen sollen. Konkret erfolgt dies in Form von Zuschüssen an die Waldbauern, die pro Hektar zwischen 100 und 120 Euro erhalten sollen. Entscheidend ist hierbei, ob und wie die Waldfläche zertifiziert ist: bei PEFC-zertifizierten Wäldern gibt es 100 Euro pro Hektar, für Flächen, die nach FSC oder Naturland zertifiziert sind und damit höhere Standards erfüllen, werden 120 Euro ausgezahlt. 70 Prozent der Flächen in NRW sind zertifiziert, meist nach PEFC, so dass ein Großteil des Geldes nach NRW fließen könnte.

Aber auch für Flächen, die bislang noch nicht zertifiziert sind, können Gelder beantragt werden. Wichtig ist es, dass der Antrag auf Zertifizierung bis zum 30. September 2021 eingereicht wird. Antragsberechtigt sind Waldbauern und Kommunen mit Forstbesitz, die nachweisen können, dass sie von Waldschäden betroffen sind.

„Nachdem CDU-Umweltministerin Heinen-Esser in der Vergangenheit nur auf Druck und dann auch nur scheibchenweise Hilfe für die Waldbauern leistete, macht diese Einigung auf Bundesebene Hoffnung, dass endlich substanzielle Unterstützung bei den betroffenen Waldbauern ankommt“, stellt Jürgen Berghahn fest. „Wenn wir unsere Wälder in Lippe und in Deutschland retten wollen und gegen die Folgen des Klimawandels wappnen wollen, dann braucht es groß angelegte Rettungsprogramme. Die Maßnahmen der Landesregierung NRW reichen hierfür leider bislang nicht aus.“

 

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