Mit Beginn der 14. Wahlperiode im Juni 2005 hat der Landtag NRW als erstes Parlament einen Systemwechsel bei der Abgeordnetenbezahlung und -versorgung vollzogen: Die steuerfreien Pauschalen wurden gestrichen und die staatliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung abgeschafft.

Die Abgeordneten erhalten einen steuerpflichtigen monatlichen Gesamtbetrag in Höhe von 11.185,85 €.  Hiervon fließen 2.204,63 € zur Altersvorsorge in ein für die Mandatsträger gegründetes Versorgungswerk. Mit dem übrigen Betrag muss der im Zusammenhang mit der Mandatstätigkeit anfallende Aufwand bestritten werden. Im Rahmen der Jahressteuererklärung wird der individuelle und tatsächliche durch die Mandatstätigkeit bedingte Aufwand geltend gemacht so wie bei den übrigen Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern auch.

Des Weiteren sind die Regelungen für die Zahlung von Übergangsgeld sowie für die Angabe von Nebentätigkeiten („Verhaltensregeln“) und die Sanktionierung von Verstößen neu gefasst worden. So wurde das Verbot von „Einkommen ohne entsprechende Gegenleistung“ – wie es bereits aus dem so genannten Diätenurteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1975 hervorgeht – umgesetzt und ein abgestuftes Verfahren bei Verstößen eingeführt. Genauere Informationen zur Vergütung sind im Abgeordnetengesetz zu finden.